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Erster europäischer Antibiotikaresistenztag

Antibiotikaresistenzen stellen in Deutschland ein infektionsmedizinisches Problem ersten Ranges dar. Die Erforschung von Antibiotikaresistenzen wird im RKI derzeit verstärkt, insbesondere die Erhebung und Bewertung von Daten zu Antibiotikaresistenzen und Antibiotikaverbrauch (Surveillance). Resistenzen entwickeln sich im Wechselspiel von genetischen Ereignissen und Selektion. Genetische Ereignisse sind Mutationen oder die Aufnahme von „Resistenzgenen“ aus der Umgebung. Selektion bedeutet, dass bei der Anwendung von Antibiotika solche Bakterienstämme überleben, die eine Resistenz besitzen. Entscheidend ist daher der Selektionsdruck durch Antibiotika, etwa bei der unkritischen Verschreibung bei Erkältungen. Die inkonsequente Anwendung von Hygieneempfehlungen, insbesondere unzureichende Händedesinfektion, führt zur Verbreitung von (resistenten) Erregern.

Stand: 18.11.2008

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